Die Ausgabe vom September 2010 fällt aus!

Liebe Freunde,

nach Blackys Tod haben wir bereits am 17. August in dieser Sonderausgabe angekündigt, dass die Septemberausgabe der YoZ in diesem Jahr nicht erscheinen wird. Die meisten von euch zeigten Verständnis dafür, aber es wurde auch Kritik laut, weil man der Meinung war, dass nach 14 Tagen Trauer ruhig wieder der Alltag einkehren könne. Hinzu kommt, dass einige treue Leser wie gelähmt sind und beim Anblick dieser Startseite noch nicht wieder wagen, "normale" Gästebucheinträge vorzunehmen.

Wir nehmen die Kritik wegen des Nichterscheinens der Septemberausgabe niemandem übel, zeigt sie doch, wie sehr unsere Leser der YoZ verbunden sind und dass sie stets ungeduldig auf die Neuausgabe warten. Diese Kritiker sollten jedoch bedenken, dass die YoZ nicht an einem Tag erstellt wird. Als Blacky starb, hatten wir gerade die ersten Artikel für die Septemberausgabe in Angriff genommen, konnten aber in dieser Situation die Arbeit nicht fortsetzen. Wir bitten deshalb noch einmal um Verständnis.

Inzwischen haben wir uns mit der neuen Situation abgefunden und werden auch wieder mit voller Kraft für euch eine Oktoberausgabe erstellen. Wir freuen uns auch wieder über fröhliche Leserbriefe und Artikel unserer freien Mitarbeiter, die zum Schmunzeln anregen. Blacky hätte es bestimmt so gewollt.

Wir wünschen euch einen schönen Monat September!

Das YoZ-Team

 

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Sonderausgabe vom 17. August 2010

Blacky, unser bester Freund und Chef der YoZ hat uns am 16. August 2010 für immer verlassen. Er schlief ruhig und schmerzfrei in Mamas Armen in unserer Tierarztpraxis ein. Im November wäre er 15 Jahre alt geworden. Doch es sollte nicht sein. Er kann trotzdem aus dem Hundehimmel auf ein langes, erfülltes Hundeleben zurückblicken und wir sind froh darüber, dass er unser Leben bereichert hat.

Das Redaktionsteam der YoZ trauert um ihn.

Mama, unsere Schreibkraft, kannte ihn am besten und wird im Folgenden über ihn berichten.

 

Erziehung? Nein danke!

Es war im März des Jahres 1997. Charly, mein erster Yorkie, war gestorben und ich war auf der Suche nach einem neuen Hund. Eines wusste ich sicher, es sollte wieder ein Yorkie sein. Instinktiv suchte ich nach einem Hund, der meinem Charly ähnlich sah und ich fand ihn bei einer Züchterin in Löhne, die gerade dabei war, ihre Zucht aufzulösen.

Ich hatte die Wahl zwischen mehreren Hunden, doch Blacky, der zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr alt war, hatte es mir von der ersten Minute an angetan. Ich wollte diesen Hund und keinen anderen. Dass er ausgerechnet der teuerste war, störte mich nicht. Er erinnerte mich an meinen Charly. Vermutlich wollte ich, dass alles wieder so wie früher wird - doch ich hatte die Rechnung ohne Blacky gemacht!

Während Charly 20 Befehle kannte und auch ausführen konnte, war Blacky nicht daran interessiert, erzogen zu werden. Er stellte sich stur und alle Erziehungsversuche prallten von ihm ab. Ich, die gelernte Pädagogin, war nicht in der Lage, diesem Hund auch nur einen einzigen Befehl beizubringen. Resigniert gab ich mich geschlagen. Blacky hatte mich erzogen - nicht umgekehrt.

Ich lernte damals, dass eine Verständigung zwischen Hund und Mensch auch ohne Erziehung funktioniert, denn wenn es drauf ankam, konnte ich mich auf ihn verlassen.

Ätsch, ich lasse mich nicht erziehen!

 

Blacky und die Sauberkeit

Viele Hundebesitzer glauben, dass Sauberkeit anerzogen werden muss. Blacky überzeugte mich vom Gegenteil. Wenn ich längere Zeit außer Haus war und er in der Zwischenzeit einen gewissen Druck verspürte, dann lief er einfach in den Keller und erledigte dort sein Geschäft. Das ging so viele Jahre. Niemand hatte ihm das beigebracht (wie er sein Schnäuzchen säuberte, ist der Geschichte "Malerarbeiten" zu entnehmen).

 

Blackys Gesundheit (oder Was ein Hundebesitzer so alles durchmacht...)

Ich merkte schon bald, dass Blacky ein schwaches Herz hatte. Er war - wie alle jungen Hunde - schnell wie ein Wiesel, aber kurzatmig. Eine Tierärztin beruhigte mich damals und meinte, dass er auch mit diesem leichten Herzfehler alt werden könne, was sich dann auch bewahrheitet hat.

Dreimal wurde er in seinem Leben von einem Radfahrer überfahren, davon zweimal sogar brav angeleint auf einem Gehweg. (Sämtliche Radfahrer hatten danach die Flucht ergriffen...)

Einmal wurde er von einem Boxer zu Boden gerissen. Er lag danach regungslos am Boden und kam erst nach ca. 2 Minuten wieder so langsam zu sich. Der Tierarzt vermutete einen schweren Schock, der bei seinem schwachen Herzen tödlich hätte ausgehen können.

Ein anderes Mal erlitt er durch einen "Der-tut-nichts-Labrador" eine Bisswunde an der Pfote, die jedoch bald heilte.

Dann kam der schwarze Tag in seinem und meinem Leben, an dem er aus gut 2,5 Metern Höhe im Treppenhaus senkrecht zu Boden fiel. Noch nie war ich so schnell mit dem vor Schmerzen schwer stöhnenden Hund zur Tierklinik gefahren. Eine Woche musste er dort bleiben. Aber er hatte "nur" schwere Prellungen und man stellte sehr schlechte Leberwerte und Diabetes fest. - Nach dem Klinikaufenthalt musste ich ihm ab sofort täglich Insulin spritzen.

Ca. 14 Tage später passierte es dann. Aus irgendeinem Grund kam ich bereits am Vormittag - früher als gewöhnlich - von der Arbeit. Glück im Unglück, denn ich fand Blacky in seinem Bettchen liegend. Er reagierte kaum noch und zuckte nur noch. Wieder einmal fuhr ich in Rekordzeit zur Tierklinik, wo er in letzter Minute aus seinem Insulinschock gerettet werden konnte. Wieder musste er zur Beobachtung dort bleiben, und es stellte sich heraus, dass er nur vorübergehend als Folge des Sturzes an Diabetes erkrankt war, nun aber kein Insulin mehr benötigte.

Mit 9 Jahren hatte er zum ersten Mal Probleme mit der Wirbelsäule. Nachdem sie behoben waren, wurde er regelmäßig physio-therapeutisch behandelt. Während einer Behandlungspause von 3 Wochen bekam er wieder einen "Hexenschuss". Seitdem wurde er regelmäßig bis zu seinem Tod einmal wöchentlich behandelt und hatte keinen Rückfall mehr.

Ohne seinen speziellen Schutzengel wäre Blacky bestimmt nicht so alt geworden.

Mein bester Freund

Für Blacky gab es nur einen einzigen Menschen: mich! Er hatte sich nie für andere Menschen interessiert und begegnete ihnen eher mit großem Misstrauen. Selbst unsere Hundesitterin, die er schon seit 5 Jahren kannte, hatte bis zuletzt Schwierigkeiten, ihn anzuleinen und unsere Putzfrau machte stets einen großen Bogen um ihn. Seine ganze Liebe galt mir, seiner Mama, die alles mit ihm machen durfte.

Wir beide sind ein Team

Zum Schmusen bereit

 

 

Blacky der Chef

Blacky war ein Alpha-Tier. Er kam nur dann mit anderen Rüden aus, wenn sie ihn als Chef anerkannten. Mit Hündinnen hatte er hingegen keine Probleme, im Gegenteil, sie umschwärmten ihn regelrecht, so dass er die Zeiten mit ihnen stets sehr genossen hat.

Blacky mit Ivy

 

Geschichten

Es ist 9 Jahre her, dass Robby ein (damals nie veröffentlichtes) Buch über sein Leben mit Blacky geschrieben hat. Aus diesem Buch haben wir drei Geschichten für euch ausgesucht, die typisch für Blackys Verhalten waren:

- Malerarbeiten

- Der Briefzusteller

- Wir werden bewundert

Blacky in den letzten Jahren

 

Hier geht es zur Ausgabe vom 1. August 2010