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Der
Weihnachts-Longie
In den letzten 2 Wochen vor Weihnachten klingelte es fast täglich an
unserer Haustür und nette Menschen gaben Pakete bei uns ab. So viele
Pakete bekommen wir sonst das ganze Jahr über nicht...
Mama erklärte uns, dass in einigen Paketen Geschenke seien und dass aber
auch Pakete darunter seien, für deren Inhalt sie bezahlt hätte.
Nun, wenn ich die Wahl hätte, würde ich kein einziges Paket bezahlen und
immer nur Geschenk-Pakete entgegennehmen. Doch das sieht Mama wohl anders.
Am Mittwoch, dem 15.12., war es wieder einmal soweit. Es klingelte an der
Haustür und eine Dame mit einem Päckchen stand vor unserer Tür.
Nachdem wir die Dame freudig angekläfft hatten und Mama das Päckchen an
sich genommen hatte, schauten wir gebannt zu, wie sie es öffnete.
Mama grinste uns an: "Es ist wieder einmal für euch!" und warf uns einen
Plastikball und einen großen Plastikknochen entgegen. Begeistert spielten
wir damit. Doch nach einer halben Stunde war die Euphorie zu Ende. Angie
und Jazzy verkrochen sich in ihre Bettchen und ich lief zu Mama, um zu
erkunden, was sich sonst noch in dem Päckchen befand.
Mama steckte mir ein Leckerli in die Schnute und dann zog sie einen
Weihnachts-Longie aus dem Päckchen... Ich war hin und weg! Vorsichtig
schaute ich mich um... Angie und Jazzy schliefen immer noch und hatten zum
Glück noch nichts von diesem neuen Geschenk bemerkt. Hurra, das war
meiner! Schnell trug ich den Longie an meinen Lieblingsplatz und quietschte lustig damit herum.
Von dem Lärm aufgeschreckt, schauten nun auch Angie und Jazzy um die Ecke.
Doch ich gab ihnen zu verstehen, dass ich den Longie mit meinem Leben
verteidigen würde. Also schauten sie mir mit gebührendem Abstand bei
meinem Spiel zu. -
 Nach etwa einer Stunde wollte Mama mit uns zum letzten Gassigang des Tages
aufbrechen. Angie und Jazzy kamen freudig in den Hausflur gelaufen, nur
ich fehlte. Mama rief mich... Doch ich reagierte nicht. Ich, die ich noch
nie einen Gassigang ausgelassen hatte, streikte zum ersten Mal in meinem
Leben. Der Grund: Ich konnte doch den Longie nicht allein zu Hause lassen!
Also gingen die anderen ohne mich spazieren. Ich lief währenddessen mit
meinem neuen Spielzeug in den Hausflur, um die Ankunft der anderen nicht
zu verpassen und setzte dort mein Spiel fort.
Als meine Mitbewohner wieder zurück waren, fragte Mama mich, ob ich jetzt
nicht doch noch wenigstens eine kleine Extrarunde mit ihr machen wollte...
Ach ja, ich wollte nur allzu gern, aber dann hätte ich den Longie bei
Angie und Jazzy zurücklassen müssen, und das ging doch nun gar nicht!
Mama wusste Rat. Sie nahm den Longie und legte ihn auf den
Schuhschrank. "Siehst du, hier können Angie und Jazzy ihn nicht
erreichen!" Stimmt, ich war überzeugt. Nun konnte ich beruhigt meine
Gassirunde antreten. Alles war wie immer, wir liefen im flotten Tempo
einmal "um den Block", wurden dabei allerdings immer schneller und
schneller... und die letzten 300 Meter rannte ich so schnell ich nur
konnte wieder zurück nach Hause. Zurück zu meinem Longie, den Mama mir
lachend in die Schnute steckte, als wir wieder zu Hause waren.
 Aber nun tauchte die nächste kritische Situation auf: Mama füllte unsere
Fressnäpfe auf. Was nun? Während die anderen beiden schon ihr Futter in
sich hinein mampften, war ich immer noch hin und her gerissen: Longie oder
Fressen? Das Leben stellte mich auf eine harte Probe. Wie gemein!
Inzwischen hatte Jazzy ihren Napf geleert und eilte dorthin, wo immer noch
mein voller Napf stand. Nun war Eile geboten! Mama nahm den Longie an
sich, so dass ich schnell zu meinem Napf eilen und mein Fressi gegen die
stets hungrige Jazzy verteidigen konnte.
Danach gab Mama mir wieder den Longie zum Spielen.
Am Abend gab es noch einmal eine kritische Situation,
als wir ein letztes Mal zum Pinkeln in den Garten gehen sollten. Ich
sträubte mich! Aber Mama bestand darauf. Die Situation habe ich dann doch
noch bestens gemeistert, indem ich den Longie einfach mit in den Garten
genommen habe.
 Selbstverständlich nahm ich ihn am Abend mit ins Bett. Mama lachte nur und
hatte zunächst nichts dagegen. Nachdem der Longie aber geschlagene 20
Minuten nur laut gequietscht hatte, meinte Mama, dass es nun reiche. Sie
brauche ihren Schlaf... und nahm ihn mir weg!!!
Heul!!!!!!
Die ganze Nacht habe ich dann von meinem neuen Spielzeug geträumt... und
als wir am Morgen aufstanden, da lag er plötzlich wieder vor mir. Hurra!
Das musste ganz einfach ein schöner Tag werden und das wurde es auch. Und
auch an all den nächsten Tagen hatte ich nur Augen für meinen
Weihnachts-Longie...
Danke, Daniela, für dieses tolle Geschenk!
Deine Noni
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